Auf der Suche von Schiffsteilen, Wracks und Co!

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Auf der Suche von Schiffsteilen Wracks und Co!

Die Suche auf dem Meeresboden gestaltet sich immer etwas schwierig. Heute gibt es immer noch zahlreiche Schiffswracks und andere Dinge die an unbekannten Stellen auf dem Meeresgrund liegen. Obwohl wir mittlerweile zum Mond fliegen können, bereiten uns Tiefen von 300 bis 7000 Meter weitaus mehr Probleme. Zu den physikalischen Problemen kommen auch noch technische Probleme, die bis heute für enorme Schwierigkeiten unter Wasser sorgen. Auch die Militärischen Verbände haben bis dato keine effektive Möglichkeit gefunden eine Kommunikation in starken Tiefen herzustellen, oder effektive und hochauflösende Bilder vom Meeresgrund zu machen.

Aber es gibt mittlerweile Sonartechniken, die bis zu einer gewissen Tiefe hervorragende Bilder machen. Währen andere Sonargeräte und ältere Modelle bei 80 und 130 Khz anfangen, gibt es dank der Chirp Technik jetzt auch Modelle, die im 1MHz Bereich arbeiten. Bei diesen Geräten ist die Auflösung um ein vielfaches besser. So lassen sich heute nicht nur Umrisse unter Wasser erkennen, sondern hochauflösende genaue Bilder von Objekten machen. Wir zeigen Ihnen weiter unten ein paar Sonarbilder, die mit der 1MHz Chirp-Technik gemacht wurden.

Sonar-Bilder Tauchroboter Hamburg
mit Side Scan Sonar 1MHz

Die Sonaraufnahmen wurden mit einem Side Scan Sonar gemacht. Das Side Scan Sonar arbeitet mit akustischem 1 MHz-Chirp-Impuls Verfahren, und hat einer Strahlbreite von 0,3 Grad. Damit können klare und definierte Bilder erzeugt werden.

Auch in der Bedienung ist das Side Scan äußerst einfach, da es von einer einzelnen Person bedient werden kann. So können innerhalb kürzester Zeit Echtzeitbilder vom Meeresboden gemacht werden.

Wie wird das Side Scan Sonar angewendet?

Zur Bedienung des Systems wird neben der Person auch ein Windows basierter PC oder Laptop benötigt. Das Side Scan Sonar wird einfach über ein Plug-and-Play-System mit USB- Verbindung an den Windows PC angeschlossen. Weiter ist ein GPS Trecker dabei, der ebenfalls an den Windows PC angeschlossen werden kann. So können nicht nur Bilder vom Meeresboden gemacht werden, sondern auch noch die GPS Daten ermittelt werden, um später die Stelle wieder zu finden.

Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben der festen Montage durch die mitgelieferte Halterung lässt sich das Side Scan Sonar natürlich auch im Schlepp Verfahren benutzen. Beim typischen Schlepp-Verfahren wird das Sonar hinter einem fahrendem Boot her gezogen. Dabei ist jedoch zu beachten, das die Geschwindigkeit, wenn das Sonar von einer Person am Kabel festgehalten wird zwischen 3 und 5 Knoten optimal wäre. Auf dem nachfolgendem Bild ist das Schlepp-Verfahren als Beispiel zu sehen.

Bild: Side Scan im Schlepp-Verfahren

Je nach Version des Sonar Systems gibt es Unterschiede in der Auflösung und der Kabellänge. Durch ein längeres Kabel, lassen sich auch Objekte in tieferen Gewässern gut orten.

Wie sehen die Bilder des Sonar-Systems aus?

Hier zeigen wir Ihnen ein paar Bilder, die mit dem Side Scan Sonar System gemacht wurden. Je nachdem, wie das Objekt am Boden liegt und von welcher Seite mit dem Side Scan Sonar am Objekt vorbei gefahren wird lassen sich erstaunliche Bilder erzielen.

Das Bild wurde im Nebenarm der Bille aufgenommen. Auf der rechten Seite ist deutlich eine Mauer zu erkennen. Vor der Mauer liegen 2 gut sichtbare Betonpfeiler, die zum Zaunbau verwendet werden.

Auf diesem Bild ist ein Ruderboot auf der rechten Seite zu sehen. Das Boot liegt in ca 8 Meter tiefe im Schaalsee. Das Side Scan Sonar wird in einer Tiefe von 4 Meter, ca 7 Meter links vom Boot vorbei geschleppt.

Auf diesem Bild sind schön die Unterschiede zwischen lockerem Sandboden und Steinen zu erkennen. Die Wellen im Sand sind auch tatsächlich vorhanden. Aufgenommen wurde das bei einem Side Scan an der Küste von Alcudia (Mallorca/Spanien). Sonartiefe ca 8 Meter.

Einsatzgebiete

S.A.R Search and Recovery. Da die Auflösung im 1 MHz teilweise so gut ist, das sogar kleine Objekte gesehen werden können, ist ein Sonar auch für die Suche von vermissten Personen geeignet.

Schiffsteile und Wracks. Mal von den noch auf dem Meeresboden schlummernden Schiffswracks und Flugzeugen abgesehen. Gehen auch heute noch das eine oder andere Teil verloren. Dazu zählen besonders Schiffsteile und Schiffsladungen. Bei einem Sturm oder aufgrund von technischen Defekten gehen oft einige Teile auf hoher See verloren, die dank der Sonartechnik gefunden und geborgen werden können.

Geographie und Ortung. Auch für die Wissenschaft und für die Vermessung sind hochauflösende Sonarbilder äußerst wichtig.

Haben Sie Fragen zur Side Scan Sonartechnik? Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf:

Bildquellen: © Tauchroboter Hamburg © Tritech © Starfish

2 Antworten auf „Auf der Suche von Schiffsteilen, Wracks und Co!“

  1. Guten Tag,
    ich bin gerade auf der Suche nach einem Schlepp-Sidescansonar auf Ihre Seite gekommen.
    Wir sind eine Wasserwachtortsgruppe im Süden Deutschlands und setzen seit ein paar Jahren ein Huminbird Sidescansonar zur Personensuche ein. Da dies aber im Tiefenbereich über 10m zu ungenau wird, bin ich am recherchieren.
    Können Sie mir sagen, welches Schleppsonar Sie einsetzen und wie die Erfahrungen bzgl. Personensuche und tiefen größer 10m sind?
    Danke!
    Gruß

    1. vorab vielen Dank für die Anfrage auf unserer Seite.

      Wie Sie bereits festgestellt haben, ist besonders für die Personensuche ein Side Scan Sonar derzeit noch die beste Möglichkeit auch kleinste Gegenstände unter der Wasseroberfläche zu finden.
      Auch wenn es Hersteller wie Simrad und Co mit Struckture Scan und 3D Scan versuchen, zeigen diese ebenso wie kleinere Side Scan Geräte kein zuverlässiges Bild mehr ab einer Tiefe von 10 Metern an.
      Es ist also, wie Sie wahrscheinlich bemerkt haben, elementar wichtig, mit einem hochauflösendem Side Scan Sonar auch Tiefe zu erreichen, um den Schattenwinkel zum Grund zu minimieren.
      Es gibt speziell für die Personensuche Side Scan Sonare mit einer Frequenz von 1Khz und mehr. Diese sind mit Ihrer Auflösung extrem gut. Allerdings haben Sie dadurch einen kleinere Wirkungsbereich. (Nach recht und links)

      Ich empfehle Ihnen, folgendes zu bedenken.
      1. Wenn Sie Gewässer mit einer Tiefe von mehr als 10 Meter absuchen wollen, nutzen Sie unbedingt ein Schlepp Side Scan Sonar, welches Sie variable bis auf den Grund runter lassen können. (Also auf verfügbare Kabellänge achten)
      2. Da die Auflösung extrem wichtig ist, sollten Sie kein Side Scan Sonar unter 800Mhz verwenden.
      3. Achten Sie darauf, das Sie das Side Scan Sonar in der Frequenz verstellen können. Also auch mal mit 400 oder 600Mhz arbeiten können. So erreichen Sie einen breiteren Strahlungswinkel und können größere Objekte wie Container, Autos und Boote schneller finden.
      4. Ein weitere Tipp, verwenden Sie ein portables Side Scan System, welches in einem Koffer mit auf jedes Boot genommen werden kann.

      Wir benutzen das StarFish 990 Side Scan Sonar. Es gibt weitere Hersteller, die ähnlich der Preisklasse sind und auch von der Qualität. Allerdings ist dieses Sonar nur bei Wassertiefen bis 50 Meter wirklich effektiv. Da die maximale Kabellänge bei 35m liegt.
      Unsere mit diesem Sonar gemachten Erfahrungen sind gut. Es ist einfach und flexibel in der Bedienung und schnell einsatzbereit. Weiter ist die Auflösung so gut, das wir schon einiges damit gefunden haben.
      Wenn Sie größere Tiefen absuchen wollen, empfehle ich Ihnen DeepVison. Das ist ein Sonar aus Schweden, welches schon bei Zahlreichen Tests extrem gut abgeschlossen hat, und mit einer Kabellänge von 100Meter erhältlich ist.
      Mit freundlichen Grüßen
      Das Team von Tauchroboter Hamburg

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